Kindliches Schnarchen kann Gehirn beeinflussen

20.04.2012 Kategorie: Wissenschaft Tags , keine Kommentare

Kinder die an Störung der Atmung oder Schnarchen leiden, haben später eher Verhaltensstörungen. So kann Schnarchen und Schlaf-Apnoe zu Hyperaktivität führen, wie Forscher der Yeshiva University berichten. Wie Studienleiterin Karen Bonuck mitteilte, können Schlafprobleme die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen.

Laut Schätzungen schnarcht eines von zehn Kindern regelmäßig, und zwei bis vier Prozent leiden an Schlaf-Apnoe. Das heißt, die Atmung wird während des Schlafes blockiert und unterbrochen. Dafür sind meist vergrößerte Mandeln oder Nasenpolypen verantwortlich. Bei Erwachsenen kann es zu einer vergrößerten Tagesmüdigkeit führen. Es gab schon immer Hinweise darauf, dass ein gestörter Schlaf mit Verhaltensstörungen in Zusammenhang steht.

Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 11.000 Kindern ausgewertet. Dabei mussten die Eltern in Fragebögen das Ausmaß des Schnarchens, eine eigene Schlaf-Apnoe und die eigene Beurteilung des Verhaltens der Kinder ausfüllen. Das Ergebnis war, dass Kinder mit Atmungsproblemen bis zum siebten Lebensjahr häufiger neurologische Verhaltensstörungen aufwiesen.

Atemprobleme können auf ganz verschiedene Arten zu Verhaltensstörungen führen. Im Gehirn wird die Sauerstoffversorgung verringert und der Regenerationsprozess während des Schlafes wird unterbrochen. Es könnte auch zusätzlich Störungen der Balance in der Gehirnchemie geben.

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